Kultur & Brauchtum

Fasnacht

In Gurtnellen besteht hinsichtlich der Fasnacht und der Katzenmusik eine grosse Tradition. Durch den Bahnbau zur Jahrhundertwende kamen viele Italiener in die Oberland-gemeinde, welche sich samt ihren Familien in Gurtnellen niederliessen.

1903 wurde die Musikgesellschaft Gurtnellen gegründet. Viele der Italiener waren gute Musikanten und dementsprechend auch Mitglieder im Musikverein. Schon zu dieser Zeit bestand eine Katzenmusik, jedoch ohne Vereinsstruktur. Damals herrschten zum Teil chaotische Verhältnisse unter den Fasnächtlern. Gespendetes oder gesammeltes Geld wurde meistens gleich in "Flüssiges" umgewandelt.

Die Fasnacht in Gurtnellen beginnt traditionsgemäss mit dem «Yytrummelä» am Mittwochabend, eine Woche vor dem Aschermittwoch. Trommeln, Pauken und Trompeten vereinen sich zum farbenprächtigen Zug durchs Dorf.

Eine Woche im Jahr wird Gurtnellen von der Katzenmusik dominiert. «Yytrummletä, Morgästraich, Chinder-Chatzämüsig und Ustrummälä» sind nur ein paar Highlights dieser närrischen Zeit. Schnitzelbänke der Tratschi-Häxen und das Narrenblatt Blöck lassen das vergangene Jahr Revue passieren und manch eine/r wird auf die Schippe genommen. Farbenprächtige Gewänder und fantasievolle Masken, Trommelwirbel und fröhliche Gesichter, die Fasnacht – ein Fest für die Sinne.

Weitere Infos über die Gurtneller Fasnacht erhalten Sie unter www.faschingclub-gurtnellen.ch.

Kilbi

Die Herbstzeit ist traditionelle Kilbizeit. Die meisten dieser Feiern gehen auf die jährliche Erinnerungsfeier der Kirchweihe zurück. Im Laufe der Zeit ist die Kilbi jedoch zum Synonym jeglicher Art von Volksfesten geworden.

Früher nahm die Kilbi im Urner Festkalender eine zentrale Stellung ein. Während in Gurtnellen-Wiler die Kilbi am letzten Sonntag im Oktober stattfindet, ist die letzte Kilbi vor der nahenden Adventszeit in Gurtnellen-Dorf an Martini,  bzw. am Sonntag nach dem 11. November.

Traditionsgemäss beginnen beide Anlässe mit einem Festgottesdienst. Das traditionelle Gurtneller Kilbi-Menu besteht aus "Chabis und Schaffleisch" sowie Ziger-Krapfen und Pasteten zum Nachtisch.